Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg

Büren

Die Wewelsburg in Büren, ursprünglich errichtet im 17. Jhd., soll in Ostwestfalen, dem vorgeblichen Zentrum eines vermeintlich „ewigen Germanentums“ als Versammlungsort der höheren SS-Führung dienen. Der entsprechende Umbau kann aber nie abgeschlossen werden. Es wird ein eigenes Konzentrationslager eingerichtet, die Häftlinge werden zur Arbeit an dem Bau gezwungen. In dem Lager kommen 1.285 der 3.900 Inhaftierten Menschen infolge von Hunger, Kälte, Krankheiten oder Misshandlungen ums Leben. 56 Menschen werden von der Gestapo exekutiert. 
Die Wewelsburg entwickelt sich nach dem Krieg zu einem wichtigen Erinnerungsort der extremen Rechten, welcher von diesen auch besucht wird. Besondere Bedeutung erlangt dabei ein von der SS in den Boden des Nordturms eingelassenes Sonnenrad, welches zum Erkennungssymbol Rechtsextremer weltweit avanciert. Ein Umstand, dem das Kreismuseum Wewelsburg mit ihrer Erinnerungs- und Gedenkstätte und einem umfangreichen pädagogischen Programm auf vielfältige Weise begegnet.