Das Stammlager VI K (326) in Schloß Holte-Stuckenbrock diente von 1941 bis 1945 primär zur Inhaftierung von Gefangenen aus dem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Später wurden dort auch Kriegsgefangene aus Italien, Polen, Frankreich, Belgien und Serbien untergebracht. Die Inhaftierten wurden unter widrigsten und menschenunwürdigen Umständen zur Zwangsarbeit im ganzen Ruhrgebiet verpflichtet.

Insgesamt durchliefen das Lager etwa 300.000. 15.000 bis 70.000 Menschen überlebten den Aufenthalt im Lager aufgrund von Mangelernährung, Ausbeutung und miserablen hygienischen Verhältnissen nicht. Die genauen Opferzahlen konnten bisher nicht ermittelt werden.

Nach dem Krieg diente das Stalag 326 als Lager für Kriegsgefangene aus Deutschland und anschließend als Lager für Vertriebene und Geflüchtete.

Die Erinnerungsarbeit wird bis heute ermöglicht durch den Förderverein Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und deren ehrenamtliches Engagement. Die Gedenkstätte soll nach Plänen der Landesregierung NRW bis 2030 zu einer nationalen Gedenkstätte umfangreich ausgebaut werden.

Medienprodukte der Jugendlichen

Bei den vorliegenden Videos handelt es sich um Schüler*innenprojekte. Sie können kleinere Fehler beinhalten.

Linus, Ragna, Eve und Leonie beschäftigen sich in ihrer Dokumentation mit der Frage nach der Gleichbehandlung der einzelnen Kriegsgefangenen. Sie interviewen dazu den Leiter und Geschäftsführer der Gedenkstätte, Oliver Nickel.

Miriam, Robin und Luca beschäftigen sich in ihrem Video mit den französischen Kriegsgefangenen. Nach einem allgemeinen Einstieg  führen die drei dazu ein Interview mit der ehrenamtlichen Mitarbeiterin und Expertin für dieses Thema, Jutta Bischoff. 

Nein, kein Video - ein Podcast. Alexej, Kim, Johanna und Lenert haben sich für einen Podcast entschieden. In diesem gehen die vier der Entstehung des Stalag auf den Grund und beschäftigen sich mit verschiedenen Stationen im Kriegsgefangenenlager sowie mit einzelnen Häftlingsaussagen und -niederschriften.