Das Stammlager VI K (326) in Schloß Holte-Stuckenbrock dient von 1941 bis 1945 primär zur Inhaftierung von Gefangenen des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion, später aber auch der Internierung Kriegsgefangener aus Italien, Polen, Frankreich, Belgien und Serbien. Die Inhaftierten wurden unter widrigsten und menschenunwürdigen Umständen zur Zwangsarbeit im ganzen Ruhrgebiet verpflichtet. Insgesamt durchliefen das Lager etwa 300.000, meist sowjetische Kriegsgefangene. 15.000 bis 70.000 Menschen überlebten den Aufenthalt im Lager aufgrund von Mangelernährung, Ausbeutung und miserablen hygienischen Verhältnissen nicht. Nach dem Krieg dient das Stalag 326 als Lager für Kriegsgefangene aus Deutschland und anschließend als Lager für Vertriebene und Geflüchtete.
Die Erinnerungsarbeit an die Verbrechen wird bis heute ermöglicht durch den Förderverein Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne und deren ehrenamtliches Engagement. Die Gedenkstätte soll nach Plänen der Landesregierung NRW bis 2030 zu einer nationalen Gedenkstätte umfangreich ausgebaut werden.


Medienprodukte der Jugendlichen

Der erste MyHistoryPod. Neben den Videos gibt es jetzt auch einen Podcast, welcher sich mit der Entstehung des Stalag 326 beschäftigt.