Der Rüstungsbetrieb der Dürkoppwerke AG Bielefeld entstand ab 1942. Es wurde der reichsweit größte Betrieb für die Herstellung der Flugabwehrkanone 3,7-cm-Flak. Der Auftrag an sich wurde sowohl von Dürkopp als auch vom Reichsministerium für Bewaffnung und Munition als Auftraggeber geheim gehalten.

Das Gelände der Produktionsstätte umfasste rund 350.000 m2 und bestand aus drei Hallen und sechs Flaktürmen. Errichtet wurden die Gebäude zunächst durch freiwillige ausländische Arbeiter, welche jedoch bald durch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ergänzt wurden.

Neben den Produktionsstätten entstand in einem nahegelegenen Waldgebiet ein Lager, in dem rund 1.000 Zwangsarbeiter untergebracht wurden. Sie stammten hauptsächlich aus der Ukraine und waren nach Künsebeck verschleppt worden. Neben den Erwachsenen lebten auch rund 300 Kinder im Lager. Wie in allen Lagern waren auch dort die Zustände katastrophal. Neben Hunger trugen die schlechten Hygienebedingungen zu vielen Krankheiten bei. Lungenentzündungen waren die häufigste Todesursache.

Am Ende des Krieges gab es in Bielefeld ein Massaker an sieben russischen Männern, für das die Gestapo verantwortlich war.

Nach der Befreiung kam es in Künsebeck zu einigen blutigen Racheakten durch die ehemaligen Zwangsarbeiter.