Ostwestfalen-Lippe und der Teutoburger Wald sollten nach den Plänen der SS unter Heinrich Himmler eine zentrale Rolle in der NS-Erinnerungsarbeit und Geschichtskonstruktion eines vermeintlich ewig heldenhaften deutschen Volkes spielen. Neben den Externsteinen, dem Widukind Mythos und der Wewelsburg nimmt das im 19. Jahrhundert bei Detmold errichtete Hermannsdenkmal dabei in den Plänen der SS von Anfang an eine zentrale Rolle ein. Die Erzählung von der angeblichen „Schlacht am Teutoburger Wald“ rund um Arminius dem Cheruskerfürsten der als Verteidiger eines vorgeblich germanischen „Deutschlands“ vor römischen Legionen auftritt, lässt sich gut einpassen in die NS Vorstellung eines sich ewig verteidigenden Volkes in der Mitte Europas. Das Hermannsdenkmal ist bis heute ein zentraler Erinnerungsort der extremen Rechten in Deutschland. Es ist  immer noch eines der beliebtesten Ausflugsziele rechtsextremer Gruppen und Organisationen unter anderem etwa der rechtsextremen Identitären Bewegung um Martin Sellner und Götz Kubitschek.

Medienprodukte der Jugendlichen

Aaron, Klaus und Cagla waren auf Spurensuche in Ostwestfalen-Lippe unterwegs. Die drei besuchten daher zunächst das Hermannsdekmal und anschließend nach einer kleinen Wanderung das Freilichtmuseum in Detmold. Beide Orte weisen dabei Spuren in die nationalsozialistische Vergangenheit auf und lassen sich dahingehend untersuchen. Deshalb führten die drei auch ein Interview mit dem Historiker und Ausstellungskurator Frank Huismann.