Das Forum Jacob Pins beherbergt und würdigt die Werke des aus Höxter stammenden jüdischen Holzschneiders und Malers Jacob Pins. Dieser entschließt sich schon früh wegen der zunehmenden Einschränkungen auszureisen. 1936 verlässt er Deutschland endgültig und siedelt nach Israel über. Seine Eltern wollen ihm nachfolgen. Bevor sie jedoch das Land verlassen können werden sie inhaftiert und 1941 mit den letzten 46 verbliebenen jüdischen Mitbürger*innen aus Höxter ins Ghetto in Riga gebracht und dort ermordet. Damit beendet der Nationalsozialismus die über 600 jährige Geschichte der jüdischen Gemeinde Höxter, die bis Mittelalter zurückreicht. Als Künstler gelangt Jacob Pins mit seinen Werken nach dem Krieg zu weltweiter Anerkennung und wird Professor für Kunst und Design in Jerusalem. Er besucht ab 1959 regelmäßig Höxter und begleitet Ausstellungen seiner Werke vor Ort. Seit 2008 werden diese dauerhaft im Forum Jacob Pins im Adelshof ausgestellt.
Neben den Werken Jacobs Pins erinnert das Forum mit einer Dauerausstellung zudem an die Juden, die 400 Jahre in Höxter lebten, bis sie im Dritten Reich in die Vernichtungslager transportiert und ermordet wurden.