Die Verbindung der markanten Felsformation in Horn-Bad Meinberg zum NS und der extremen Rechten ergibt sich aus dem Versuch der SS, Ostwestfalen-Lippe zu einem zentralen Ort der Traditions- und Identitätsstiftung auszubilden. Die Externsteine sollten durch die Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe der SS zu einer urzeitlichen germanischen Kultstätte verklärt werden und als okkulter Ort der Zusammenkunft herhalten. Trotz umfangreicher Ausgrabungen konnten bis heute jedoch keine Funde aus der Zeit vor 800 nach Christus nachgewiesen werden, sodass von einer germanischen Kultstätte keine Rede sein kann.

Trotzdem sind die Externsteine immer noch ein Wallfahrtsort Rechtsextremer, die versuchen den Ort für sich zu vereinnahmen. Unter den Besucher*innen finden sich von NPD-Kadern und Freien Kameradschaften bis mythisch-okkulten Rechtsesoteriker*innen und völkischen Siedler*innen Rechtsextreme verschiedenster Prägung.

Nichtsdestotrotz sind die Externsteine auch bei Wandertouristen als Naturdenkmal ein beliebter Anlaufpunkt und somit nicht nur als Ort der Esoterik und des Verschwörungsglaubens zu sehen.