von Bodelschwingsche Stiftungen Bethel

Bielefeld

Nach der Machtübertragung ist Bethel ist als eine der größten diakonischen Einrichtungen ihrer Art, in der Menschen mit Behinderung, psychischer Beeinträchtigung und kranke Menschen behandelt werden, von den menschenverachtenden Gesellschaftsvorstellungen des Nationalsozialismus direkt betroffen. Die eugenischen Maßnahmen zur Verhinderung vermeintlich „lebensunwerten Lebens“ die mit dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ 1933 beginnen werden von der Stiftungsleitung und den Ärzten befürwortet und in der Anstalt entsprechend umgesetzt. In Bethel werden in der Zeit des NS etwa 1.500 Menschen vor ihrer Entlassung zwangssterilisiert. Stiftungsleiter Fritz von Bodelschwingh steht dem Nationalsozialismus nicht rundweg ablehnend gegenüber, die mit der dem Euthanasiebefehl 1939 beginnenden Krankenmorde lehnt Bodelschwingh jedoch ab. Sieben jüdische Bewohner*innen Bethels werden nachweislich in Tötungsanstalten überführt. Darüber hinaus ist eine unbekannte Anzahl an Patient*innen in andere staatliche Anstalten verlegt worden und dort später der Euthanasie zum Opfer gefallen. Die Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus werden heute aufgearbeitet und ausgestellt im Museum der Historischen Sammlung Bethel sowie im Hauptarchiv Bethel.

 

Medienprodukte der Jugendlichen

Emilia und Clara stellen die Geschichte Bethels zu NS-Zeit dar. Sie interviewen dafür Kerstin Stockhecke vom Archiv in Bethel. Zudem schauen sie sich Original Dokumente aus dem Archiv in Bethel an und berichten über ihre Erkenntnisse. Zuletzt stellen die beiden die Gedenkstätte vor, die heute in Bethel an die Opfer erinnert.