Die Autobahnmeisterei wurde 1938 eröffnet und gehörte zu den ersten ihrer Art. Sie war Teil des Reichsautobahnnetzes, dessen Ausbau ab 1933 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in Deutschland beschleunigt und ausgeweitet wurde.

Die Autobahnmeisterei steht heute als architekturgeschichtliches Zeugnis unter Denkmalschutz, große Bereiche sind gut erhalten. Am Baustil wird die Vorstellung einer ländlichen NS-Architektur deutlich, in der sich Funktionalität und höfische Romantik begegnen. Zu besichtigen sind der Luftschutzbunker, die ehemalige Schüttgrube und die alten Werkstätten. Auch die Möbel sind zum großen Teil noch im Original vorhanden. Der Aufenthaltsraum ist vollständig erhalten, inklusive einer Replik eines Wandgemäldes aus der NS-Zeit. Die Mitarbeiter*innen der Autobahnmeisterei kümmern sich um Erhalt und Pflege der Einrichtung.