Einziger Überrest ist auch hier ein Gedenkstein für das Lager und die Insassen. Heute ist das Gelände (wieder) Ackerland.

Nachdem das Lager Liebenau 1943 aufgelöst wurde, gründete die Gestapo nicht weit entfernt ein neues Lager. Hauptaufgabe der Lagerinsassen waren die Errichtung des Kraftwerks Lahde und der Bau einer Staustufe in Petershagen.

Das Lager bestand aus vier hölzernen Wohnbaracken mit einzelnen Stuben. Den meisten Teil der Zeit waren rund 900 bis 1.000 Häftlinge dort untergebracht. Der Lageralltag war, wie in vielen Fällen, von besonderer Brutalität geprägt. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 700 Menschen in dem Lager starben.

Viele Häftlinge wurden kurz vor der Befreiung ermordet.

In der ehemaligen jüdischen Schule und Synagoge in Petershagen kann man sich über die Lager informieren und deren Geschichte erarbeiten.